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CATL erweitert Natrium-Ionen-Batterien für Personenkraftwagen

CATL erweitert Natrium-Ionen-Batterien für Personenkraftwagen

Der weltgrößte Batteriehersteller CATL setzt seine Natrium-Ionen-Batterietechnologie jetzt in Personenkraftwagen ein und stellt damit einen bedeutenden Schritt über den ursprünglichen Einsatz in Nutzfahrzeugen hinaus dar. Die von Quellen aus der Branche bestätigte Erweiterung beginnt mit der Integration in Modelle von Changan Oshan und wird bald GAC- und JAC-Fahrzeuge umfassen, die alle Wintertests durchlaufen. Dieser Schritt erfolgt, da Natrium-Ionen-Batterien als kostengünstige und sichere Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien zunehmend an Bedeutung gewinnen, insbesondere in schwierigen Klimazonen.

Der Aufstieg von Natriumionen als Lithium-Alternative

Jahrelang dominierte Lithium-Ionen den Markt für Elektrofahrzeugbatterien. Allerdings führten steigende Lithiumpreise ab 2021 zu Innovationen in der alternativen Chemie. CATL war ein Vorreiter, der 2021 seinen ersten Natrium-Ionen-Batterie-Prototyp vorstellte und 2025 die Marke „Naxtra“ offiziell einführte. Das Unternehmen prognostiziert nun einen groß angelegten Einsatz in den Bereichen Batteriewechsel, Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge und Energiespeicherung bis 2026.

Natriumbatterien lösen die wesentlichen Einschränkungen von Lithium bei kalten Bedingungen. Bei -20 °C behalten Natriumbatterien über 92 % ihrer Kapazität, während Lithiumbatterien auf etwa 80 % sinken. Dadurch entfällt der Bedarf an schweren Heizsystemen und die Reichweite des Fahrzeugs wird maximiert.

CATLs Naxtra-Technologie: Sicherheit, Leistung und Kosten

Die neuesten „Naxtra Gen 2“-Natriumbatterien von CATL sind auf Sicherheit ausgelegt. Sie fangen kein Feuer und explodieren nicht, selbst wenn sie durchstochen werden, ein deutlicher Vorteil gegenüber Lithium-Ionen-Akkus. Die Batterien zeichnen sich auch durch eine schnelle Entladung aus und halten während des Schnellladens niedrige Temperaturen aufrecht, ohne dass komplexe Kühlsysteme erforderlich sind.

Der größte Nachteil sind jedoch die Kosten. Analysten gehen davon aus, dass Natrium-Ionen-Batterien bei einer Produktionssteigerung auf 100 GWh 30 % günstiger sein könnten als LFP-Batterien (Lithiumeisenphosphat). Da die Kapazität bis 2030 voraussichtlich 200 GWh übersteigen wird, wird diese Kostensenkung den Zugang zu Elektrofahrzeugen erleichtern.

Warum das wichtig ist

Während Lithium-Ionen immer noch den Markt dominieren, sind Natrium-Ionen auf dem Vormarsch. Im Jahr 2025 machten LFP-Batterien 81,2 % der installierten Kapazität aus, aber Natrium ist bereit, seine eigene Nische zu erobern. Der Schlüssel liegt nicht in der direkten Konkurrenz, sondern darin, Lücken zu schließen, wo Natrium überragend ist: insbesondere bei Tieftemperaturleistung und sicherheitskritischen Anwendungen.

CATL konzentriert sich zunächst auf den Batteriewechsel, um die Fahrzeugvorabkosten zu senken und die Einführung zu beschleunigen. Dieser Ansatz könnte sich als entscheidend für die allgemeine Verbreitung der Natriumionentechnologie erweisen.

In der Branche herrscht Konsens darüber, dass sich Natriumbatterien noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden, aber eine schnellere Lernkurve bieten als Lithiumbatterien. Mit zunehmender Ausreifung der Lieferketten und zunehmender Produktionsskalierung werden sich ihre Kosten und Leistung rasch verbessern. Der Einzug von Natriumbatterien in den Pkw-Bereich ist nicht nur eine technische Errungenschaft, sondern ein strategischer Schritt zur Neugestaltung der Zukunft der Energiespeicherung.

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