Der chinesische Autohersteller Chery erweitert seine Präsenz in Australien mit einer weiteren Marke: iCar – einem Spezialisten für kastenförmige SUVs. Der Start ist für Anfang 2027 geplant, der Name selbst ist jedoch ungewiss; Markenrechtliche Probleme können eine Umbenennung in „iCaur“ erzwingen, trotz der offensichtlichen Bedeutungslosigkeit. Diese Strategie unterstreicht einen einzigartigen Ansatz von Chery im Vergleich zu Wettbewerbern wie GWM und GAC, die Marken unter einem einzigen Dach konsolidieren.
iCars auf Elektrofahrzeuge ausgerichtete Produktpalette
iCar wurde 2023 als Marke für Elektrofahrzeuge (EV) eingeführt und hat sein Portfolio schnell um Elektrofahrzeuge mit erweiterter Reichweite (EREVs) erweitert. In China werden die Fahrzeuge unter der Untermarke Chery Fulwin verkauft, ähnlich wie die Omoda Jaecoo-Modelle im Inland vermarktet werden. Die Produktpalette besteht ausschließlich aus kastenförmigen SUVs, einem beliebten Designtrend in China, der durch Fahrzeuge von GWMs Tank und BYDs Denza belegt wird.
Der iCaur V23 der Einstiegsklasse ist 4,22 m lang und hat einen Radstand von 2,735 m. Damit ist er etwas kürzer als ein Mazda CX-3, verfügt aber über einen längeren Radstand. Es bietet zwei Antriebsoptionen: einen 100-kW-Einzelmotor mit 360 km NEFZ-Reichweite oder einen 155-kW-Doppelmotor mit 430 km Reichweite. Der größere V27, der die Größe eines Toyota LandCruiser 300 Series hat, verfügt über einen 1,5-Liter-Turbomotor gepaart mit einem oder zwei Elektromotoren. Es bietet eine NEFZ-Reichweite von bis zu 150 km. Ein drittes Modell, das 03, ist auch in Märkten wie Malaysia und Südafrika erhältlich.
Markenherausforderungen und Marktstrategie
Die iCaur-Markenanmeldung von Chery wird derzeit von der Inter-Industry Conference on Auto Collision Repair abgelehnt, die bis zum 16. März Zeit hat, Beweise vorzulegen. Dieser Streit unterstreicht die Komplexität des internationalen Brandings, bei dem selbst scheinbar willkürliche Namen auf rechtliche Hürden stoßen können. Die Entscheidung des Unternehmens, separate Marken auf den Markt zu bringen – Chery, Omoda Jaecoo und bald auch Lepas – unterscheidet sich von der anderer chinesischer Autohersteller. Chery strebt an, dass seine gleichnamige Marke bis 2027 zu den Top Fünf gehört, während Omoda Jaecoo die Top Zehn anstrebt.
Das Unternehmen verteidigt seine Strategie mit dem Argument, dass westliche Märkte eine starre Markenhierarchie bevorzugen (Einstiegsklasse, Volumen, Premium, Luxus), während chinesische Marken eher horizontal agieren. Dieser Ansatz könnte es Chery ermöglichen, bestimmte Marktbeschränkungen zu umgehen und effektiver zu konkurrieren.
„In westlichen Märkten ist die Markenhierarchie sehr vertikal … aber was wir bei chinesischen Marken sehen, ist viel horizontaler.“ – Lucas Harris, COO von Chery Australia.
Diese Expansion unterstreicht Cherys Ambition, trotz der Herausforderungen der Markendifferenzierung und Markenkonflikten stärker auf dem australischen Markt Fuß zu fassen.






















