Ford erwägt die Einführung des Bronco in Australien und strebt den Status eines „Porsches im Gelände“ an

Jim Farley, CEO von Ford, hat bestätigt, dass das Unternehmen ernsthaft darüber nachdenkt, den Retro-SUV Bronco nach Australien zu bringen, und ihn als Schlüsselelement einer Strategie zur Dominanz auf dem Offroad-Markt positioniert. Farleys Ziel: Ford als „Porsche unter den Geländewagen“ zu etablieren.

Der „911“ für Ford

Farley betonte, dass der Bronco für Ford genauso wichtig sei, wie Porsche sich bei der Definition seiner Marke auf den legendären 911 stütze. Er sagte unverblümt: „Wenn wir der Porsche im Gelände sein wollen, müssen Sie den 911 verkaufen.“ Dies unterstreicht die Absicht des Unternehmens, den unverkennbaren, „unmissverständlich amerikanischen“ Reiz des Bronco zu nutzen, um sein Image als führender Offroad-Anbieter zu stärken.

Nutzung vorhandener Infrastruktur

Die Grundstruktur des Bronco, die auf der T6-Leiterrahmenarchitektur von Ford basiert, ist bereits mit der Rechtslenkertechnik kompatibel. Diese Plattform wird auch für den erfolgreichen Ranger Ute und den Everest SUV verwendet, die beide vom australischen Produktentwicklungsteam von Ford entwickelt wurden. Die größte Hürde ist nun ein spezielles Rechtslenkerprogramm, das laut Farley aktiv in Erwägung gezogen wird.

Marktposition in Australien

Während Toyota den australischen Fahrzeugmarkt dominiert, hält Ford derzeit den Spitzenplatz bei den Verkäufen von Kleinwagen (Ranger) und großen SUVs (Everest). Die Einführung des Bronco würde diese Position weiter festigen, insbesondere angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Geländefahrzeugen wie dem Jeep Wrangler, mit dem der Bronco direkt konkurriert.

Varianten und Herausforderungen

Im Falle einer Genehmigung wird es in Australien wahrscheinlich mehrere Bronco-Varianten geben, darunter das Hochleistungsmodell Raptor mit seiner verbesserten Federung und dem leistungsstarken V6-Motor. Das Fahrzeug könnte jedoch einer Prüfung nach dem australischen New Vehicle Efficiency Standard (NVES) unterliegen, der die flottenweiten CO2-Emissionen begrenzt. Dennoch ist Farley der Ansicht, dass Liebhaberprodukte wie der Bronco für die Markenidentität von Ford von wesentlicher Bedeutung sind.

Entscheidung steht unmittelbar bevor

Farley bestätigte, dass eine endgültige Entscheidung über die Einführung des Bronco in Australien innerhalb weniger Tage im Rahmen eines größeren Produktinvestitionsplans getroffen wird, der jährlich 9 bis 10 Milliarden US-Dollar vorsieht. Er lehnte es ab, Einzelheiten zu den technischen Zeitplänen zu nennen, betonte jedoch die Bedeutung dieser Entscheidung für die umfassendere Strategie von Ford.

Ford setzt stark auf Liebhaberfahrzeuge, und der Bronco spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, eine Dominanz auf den Offroad-Märkten aufzubauen, und Australien stellt einen wichtigen Schritt in diese Richtung dar.