Mazda CX-60 G40e Pure: Ein detaillierter Rückblick auf das Jahr 2026

Der CX-60 von Mazda hat sich als beliebte Wahl auf dem Markt der Mittelklasse-SUVs erwiesen und die Modellpalette 2026 wird weiter erweitert. Dieser Testbericht konzentriert sich auf die Einstiegsvariante G40e Pure, die ein einzigartiges Angebot bietet: Sechszylinderleistung zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Während Mazda sich dem Trend widersetzt hat, indem er bei strengeren Abgasnormen an traditionellen Motoren festhielt, wirft das Wertversprechen des CX-60 Pure die Frage auf, ob seine Auslassungen seine Stärken überwiegen.

Preisgestaltung und Marktposition

Der G40e Pure startet bei 50.740 US-Dollar vor Straßenkosten und ist damit der günstigste CX-60 mit Allradantrieb, der derzeit erhältlich ist. Mittlerweile wird er jedoch von noch günstigeren Modellen mit Hinterradantrieb wie dem G25 Pure unterboten. Trotzdem bleibt der G40e Pure der günstigste CX-60 mit Sechszylindermotor, ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal in einem von Vierzylinder-Hybriden dominierten Segment.

Zu den Konkurrenten zählen Premium-SUVs wie der Hyundai Santa Fe AWD (57.000 US-Dollar) und der Skoda Kodiaq Select (56.990 US-Dollar), die beide sieben statt der fünf Sitze des Mazda bieten. Mainstream-Konkurrenten wie der Toyota RAV4 GXL und der Nissan X-Trail Ti sind preislich ähnlich, aber der Sechszylindermotor des CX-60 hebt ihn von anderen ab.

Innenraum: Funktionalität statt Flair

Im Inneren behält der CX-60 Pure den grundlegenden Luxus anderer Mazda-SUVs bei, lässt jedoch etwas von der optischen Raffinesse höherer Ausstattungen vermissen. Es dominieren Kunststoffoberflächen, die durch gepolsterte Armlehnen und Stoffsitze ausgeglichen werden. Der Innenraum ist zwar geräumig, wirkt aber schlichter, insbesondere im Vergleich zu Mitbewerbern. Das Basismodell verfügt über ein traditionelles Kombiinstrument mit einem digitalen Mittelbildschirm, im Gegensatz zu den hochwertigeren 12,3-Zoll-Digitalanzeigen, die in höheren Ausstattungsvarianten zu finden sind.

Zu den fehlenden Funktionen gehören eine elektrische Sitzverstellung, beheizte Vordersitze und ein Head-up-Display – alles Standard bei vielen Mitbewerbern ähnlicher Preisklasse. Der Forester beispielsweise bietet diese Features für weniger Geld. Das Infotainmentsystem ist ebenfalls kleiner als in teureren Ausstattungsvarianten, aber dennoch funktionsfähig mit drahtloser Smartphone-Spiegelung und Mazdas Drehknopfsteuerung.

Die Rücksitze sind geräumig und verfügen über zwei USB-C-Anschlüsse, aber das Fehlen einer elektrischen Heckklappe und die begrenzten Staumöglichkeiten (kein kabelloses Ladegerät, einfaches Handschuhfach) wirken wie Kostensenkungsmaßnahmen. Der Kofferraum bietet 477 Liter Platz, ausreichend, aber nicht klassenführend.

Motor und Leistung

Der CX-60 G40e Pure wird von Mazdas 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Turbomotor angetrieben, der 209 kW und 450 Nm leistet. Der Antrieb erfolgt über ein Achtgang-Automatikgetriebe auf alle vier Räder.

Ein Problempunkt ist das Getriebe, das mit einer Mehrscheibenkupplung ausgestattet ist, die zu trägen Schaltvorgängen führen kann, insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten. Dadurch ist das Fahren im Stadtverkehr weniger ruhig als bei Fahrzeugen mit herkömmlichen Drehmomentwandlern. Der Motor selbst liefert jedoch eine starke, gleichmäßige Leistung, was den CX-60 auf der Autobahn zu mehr Fahrspaß macht.

Die Fahrqualität wurde seit der Einführung des Modells verbessert, tendiert aber immer noch zur strafferen Seite, typisch für die sportliche Fahrphilosophie von Mazda. Die Lenkung ist direkt und kommunikativ und trägt zum Premium-Gefühl bei.

Sicherheitsmerkmale: Eine gemischte Sache

Der CX-60 Pure verfügt über standardmäßige Sicherheitsfunktionen wie adaptive Geschwindigkeitsregelung und Spurhalteassistent, es fehlen jedoch fortschrittliche Systeme, die in höheren Ausstattungsvarianten zu finden sind. Das Basismodell ist die einzige Variante ohne Lenkunterstützung für Fahrten und Verkehrsunterstützung. Eine autonome Notbremsung ist vorhanden, kann jedoch Fehlalarme auslösen.

Insgesamt fährt sich der CX-60 Pure gut, es fehlt ihm jedoch etwas an der Politur, die man von einem Premium-SUV erwartet. Das Getriebe bleibt sein größter Fehler, aber der Sechszylindermotor und die verbesserte Fahrqualität machen ihn zu einer überzeugenden Option für diejenigen, die Leistung über Luxusfunktionen legen.

Wichtige Spezifikationen und Ausstattung

Der CX-60 Pure umfasst folgende Standardausstattung:

  • 18-Zoll-Leichtmetallfelgen
  • Automatische LED-Scheinwerfer
  • Scheibenwischer mit Regensensor
  • 10,25-Zoll-Infotainmentsystem
  • Kabelgebundenes und kabelloses Apple CarPlay/Android Auto
  • Stoffpolsterung
  • Manuelle Fahrersitzverstellung

Höhere Ausstattungsvarianten bieten Funktionen wie eine elektrische Heckklappe, Sitzheizung und ein erstklassiges Bose-Soundsystem.

Schlussfolgerung:

Der Mazda CX-60 G40e Pure 2026 bietet eine überzeugende Mischung aus Leistung und Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere für diejenigen, die einen Sechszylindermotor bevorzugen. Allerdings könnten der reduzierte Innenraum und das träge Getriebe Käufer abschrecken, die ein vollwertiges Premium-Erlebnis suchen. Trotz seiner Mängel bleibt der CX-60 Pure eine solide Wahl in einem umkämpften Segment.