Nach neuen Einschätzungen von Consumer Reports hat Mazda Volvo als bestplatzierten Autohersteller in Sachen Fahrzeugsicherheit überholt. Die Verschiebung spiegelt einen breiteren Trend wider, die Sicherheit über herkömmliche Crashtests hinaus zu bewerten und dabei Benutzerfreundlichkeit, Ablenkung des Fahrers und Standardsicherheitsfunktionen zu berücksichtigen.
Neue Sicherheitsmetriken priorisieren das Fahrererlebnis
Volvo genoss jahrzehntelang einen guten Ruf für Sicherheit. Die neuesten Consumer Reports-Rankings verfolgen jedoch einen umfassenderen Ansatz: Bewertet wird nicht nur das Unfallverhalten, sondern auch, wie einfach Fahrer wichtige Bedienelemente ohne Ablenkung nutzen können. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da moderne Fahrzeuge zunehmend auf Touchscreen-Schnittstellen angewiesen sind, die die Aufmerksamkeit von der Straße ablenken können.
Laut Jake Fisher, Senior Director für Autotests bei Consumer Reports: „*Wenn die Steuerung von Klima- oder Audiofunktionen Sie von der Aufgabe des Fahrens ablenkt, ist das ein Schlag gegen die Sicherheit.“ In der Rangliste wurde insbesondere das EX30-Modell von Volvo wegen seines niedrigen Usability-Scores abgestraft, der auf ablenkende Bedienelemente zurückzuführen ist.
Mazdas Erfolg: Einfachheit statt Komplexität
Den Spitzenplatz sicherte sich Mazda mit über 80 % seiner Fahrzeuge, die die Sicherheitsbewertung „best“ erhielten. Die Produktpalette des Unternehmens zeichnet sich durch Unfallverhütung, vorhersehbares Fahrverhalten und minimale Ablenkung des Fahrers aus. Interessanterweise scheint sich Mazdas Ansatz zur Vereinfachung der Bedienelemente – sogar der Verzicht auf das charakteristische Infotainment-Drehrad beim CX-5 – auszuzahlen.
Die fünf größten Autohersteller sind derzeit:
-Mazda
– Genesis
– Acura (Hondas nordamerikanische Marke)
-Lincoln
– Hyundai
Veränderte Standards und die Zukunft der Autosicherheit
Die Rangverschiebung fällt mit aktualisierten Sicherheitsprotokollen zusammen, einschließlich derer, die im Januar 2026 vom Australasian New Car Assessment Program (ANCAP) eingeführt wurden. ANCAP betont nun die Sicherheit von Elektrofahrzeugbatterien, die Eindringlichkeit von Fahrerassistenzsystemen und das Vorhandensein physischer Tasten für wichtige Bedienelemente (Hupe, Scheibenwischer usw.).
Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von Touchscreens und der Ablenkung des Fahrers. Wenn Hersteller keine physischen Tasten anbieten, müssen sie diesen Funktionen einen festen Teil des Bildschirms zuweisen.
Leistungsschwächste und was das bedeutet
Am Ende der Liste schnitten Land Rover, Rivian, Tesla, Mitsubishi und Jeep schlechter ab. Besonders schlecht schnitt Land Rover aufgrund der Bremsleistung und des Notfallhandlings ab. Die Rangliste unterstreicht, dass traditioneller Luxus und Leistung nicht automatisch zu Sicherheit führen ; Benutzerfreundlichkeit und ablenkungsfreies Design sind jetzt Schlüsselfaktoren.
Die sich weiterentwickelnden Sicherheitsstandards bedeuten, dass Autohersteller dem Fahrerlebnis neben dem traditionellen Aufprallschutz Vorrang einräumen müssen. Dieser Trend wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da Fahrzeuge immer komplexer werden und Fahrerassistenztechnologien immer häufiger eingesetzt werden.






















