Für viele Arbeitnehmer gehört ein Firmenwagen zu den begehrtesten Vergünstigungen am Arbeitsplatz. Es bietet den Luxus eines brandneuen Fahrzeugs, umfassenden Versicherungsschutz und regelmäßigen Service – und das alles ohne die persönliche finanzielle Belastung durch die Finanzierung, Wartung oder Reparatur eines Privatwagens.
Allerdings sind diese Vergünstigungen nicht steuerfrei. Nach dem britischen Steuersystem wird der Erhalt eines Autos für den persönlichen Gebrauch als Benefit-in-Kind (BiK) klassifiziert. Das bedeutet, dass die Regierung das Auto als eine Form des unbaren Einkommens ansieht und Sie auf seinen Wert Steuern zahlen müssen.
So wird die Firmenwagensteuer berechnet
Um Ihre jährliche Steuerbelastung zu ermitteln, müssen Sie drei spezifische Variablen verstehen:
- Ihr Einkommensteuerband: Der Betrag, den Sie zahlen, hängt von Ihrem gesamten Jahresgehalt ab.
- Grundpreis (20 %): Bis zu 50.270 £
- Höherer Satz (40 %): 50.271 £ bis 125.140 £
- Zusatzpreis (45 %): Über 125.140 £
- Der P11D-Wert: Dies ist der offizielle Listenpreis des Fahrzeugs, einschließlich aller optionalen Extras und Versandkosten. Beachten Sie, dass darin keine Kfz-Steuer oder Händlerrabatte enthalten sind.
- Der BiK-Prozentsatz: Dies ist ein Prozentsatz, der auf den P11D-Wert angewendet wird und durch die CO2-Emissionen des Fahrzeugs und seine elektrische Reichweite bestimmt wird.
Die Formel in Aktion
Um Ihre jährlichen Kosten zu ermitteln, befolgen Sie diese beiden Schritte:
* Schritt 1: Multiplizieren Sie den P11D-Wert mit dem BiK-Prozentsatz, um den steuerpflichtigen Wert zu erhalten.
* Schritt 2: Multiplizieren Sie diesen steuerpflichtigen Wert mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz.
Beispiel: Wenn Sie ein Grundsatz -Steuerzahler sind, der ein Auto mit einem P11D-Wert von 30.000 £ und einem 26 % BiK-Satz fährt, würde Ihre Berechnung wie folgt aussehen:
30.000 £ x 26 % = 7.800 £ (steuerpflichtiger Wert)
7.800 £ x 20 % = 1.560 £ (jährliche Steuerrechnung) **
Die sich verändernde Landschaft: Elektrofahrzeuge und Hybride
Historisch gesehen waren Elektrofahrzeuge (EVs) das „goldene Ticket“ für Firmenwagenfahrer, da für sie keine BiK-Steuer erhoben wurde. Während Elektrofahrzeuge nach wie vor die steuereffizienteste Option sind, geht die Ära der vollständigen Steuerbefreiung zu Ende.
Der Trend zu höheren Kosten
Die Regierung nutzt die BiK-Sätze als Hebel, um das Verbraucherverhalten zu beeinflussen. Um den Übergang zu umweltfreundlicherer Energie zu fördern, haben sie die Tarife für Elektrofahrzeuge niedrig gehalten, steigen aber allmählich an. Ab dem Steuerjahr 2025/26 werden die EV-BiK-Sätze bis 2028 jedes Jahr um 1 % steigen.
Ebenso erhöhen sich die BiK-Sätze für Benzin- und Dieselfahrzeuge je nach Emissionen. Bei den umweltschädlichsten Fahrzeugen können BiK-Raten von bis zu 37 % auftreten.
Auswahl Ihres Antriebsstrangs
- Elektrofahrzeuge (EVs): Immer noch am günstigsten im Betrieb, wenn Sie zu Hause aufladen können. Autofahrer sollten sich jedoch der steigenden BiK-Tarife und der möglichen Kosten öffentlicher Gebühren für Fernfahrten bewusst sein.
- Plug-in-Hybride (PHEVs): Diese bieten einen Mittelweg, sehen jedoch, dass ihre Steuervorteile langsam schwinden, da die staatlichen Anreize schwinden.
- Diesel/Benzin: Im Allgemeinen die teuerste Option aufgrund der hohen CO2-Emissionen, die deutlich höhere BiK-Prozentsätze auslösen. Hinweis: Für Dieselfahrzeuge, die die RDE2-Abgasnorm nicht erfüllen, wird ein zusätzlicher BiK-Zuschlag von 4 % erhoben.
Zusätzliche Kosten: Kfz-Steuer (VED)
Es ist wichtig zu beachten, dass sich auch die „Kfz-Steuer“ (Kfz-Steuer) ändert. Für das Steuerjahr 2025/26 wurden die Steuersätze auf 195 £ (inflationsbereinigt) erhöht. Entscheidend ist, dass Elektrofahrzeuge nicht mehr von der VED ausgenommen sind und jetzt diesem Standardsatz unterliegen.
Zusammenfassung der wichtigsten Begriffe
- BiK (Benefit-in-Kind): Steuer auf vom Arbeitgeber bereitgestellte, nicht gehaltsbezogene Zuwendungen.
- P11D-Wert: Der offizielle Listenpreis des für Steuerzwecke genutzten Autos.
- WLTP/RDE2: Die modernen, strengeren Standards zur Messung von Fahrzeugemissionen.
- Gehaltsverzicht vs. Firmenwagen: Während bei beiden Vorsteuerabzüge erforderlich sind, ist ein Firmenwagen im Allgemeinen vorteilhafter, da der Arbeitgeber für die Finanzierung und Wartung des Fahrzeugs aufkommt, während Gehaltsverzicht in der Regel vom Arbeitnehmer verlangt, diese Kosten zu tragen.
Schlussfolgerung
Während Firmenwagen nach wie vor eine wertvolle Vergünstigung darstellen, verändert sich die Finanzlandschaft. Da die BiK-Sätze für Elektrofahrzeuge allmählich steigen und die Steuerbefreiungen für Hybridfahrzeuge abnehmen, müssen Autofahrer den P11D-Wert und die Emissionswerte ihrer Fahrzeuge sorgfältig abwägen, um ihre jährliche Steuerschuld zu minimieren.
