Der Omoda 5 SHS-H betritt einen überfüllten Crossover-Markt mit kühnem Design und einem wettbewerbsfähigen Preis, kann aber nicht die Kraftstoffeffizienz einhalten, die sein Hybridantriebsstrang verspricht. Während die neue Hybridvariante die Attraktivität des Modells erhöht, bleibt seine reale Leistung hinter der der Hauptkonkurrenten zurück, was es zu einer stilvollen, aber letztendlich weniger praktischen Wahl macht.
Omodas rasanter Aufstieg auf dem britischen Markt
Omoda, eine Untermarke von Chery International, wurde Mitte 2024 in Großbritannien eingeführt und gewann schnell an Bedeutung, da im ersten Jahr fast 20.000 Einheiten verkauft wurden. Dieser Erfolg positioniert Omoda neben Marken wie Jaecoo, BYD und Leapmotor als bedeutenden Akteur unter den aufstrebenden chinesischen Automobilherstellern. Die aggressive Preisgestaltung und die funktionsreichen Angebote des Unternehmens haben den etablierten Markt gestört und die Wettbewerber gezwungen, sich anzupassen.
Der SHS-H-Hybrid: Versprechen auf dem Papier, Enttäuschung in der realen Welt
Das neue SHS-H-Hybridsystem – von Omoda „Super Hybrid System – Hybrid“ genannt – kombiniert einen 1,5-Liter-Turbomotor mit einem kleinen Elektromotor und einer 1,83-kWh-Batterie. Trotz Behauptungen von insgesamt 52,2 mpg ergaben unabhängige Tests einen Durchschnitt von nur 44,3 mpg. Dies liegt hinter Konkurrenten wie dem MG ZS Hybrid (55,4 mpg) und dem Dacia Duster Hybrid 155 (61,4 mpg), die mit einer kleineren Batterie eine bessere Effizienz erzielen. Der Kraftstoffverbrauch des Hybrids leidet besonders bei langsamen Stadtfahrten, bei denen der rein elektrische Betrieb minimal ist.
Verfeinerung und Dynamik: Eine gemischte Mischung
Der SHS-H verbessert die Laufkultur im Vergleich zum Standard-Benzinmodell und bietet eine leisere Beschleunigung. Segmenttypisch bleiben jedoch Wind- und Fahrgeräusche spürbar. Die Hybridvariante wiegt nur 11 kg und ermöglicht eine flotte Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter acht Sekunden. Fahrwerksverbesserungen, einschließlich Anpassungen an Federung und Lenkung, verbessern das Handling im Vergleich zum größeren Omoda 7, aber dem Auto mangelt es immer noch an der dynamischen Finesse etablierter Konkurrenten wie dem Hyundai Kona.
Innenraum und Praktikabilität: Kompromisse für Stil
Der Innenraum des Omoda 5 verfügt über zwei 12,3-Zoll-Displays und eine solide Verarbeitungsqualität, obwohl einige Materialien preisgünstig wirken. Der Platz ist begrenzt, insbesondere im Fond, wo die Kopffreiheit in höheren Ausstattungsvarianten mit Schiebedach eingeschränkt ist. Das Kofferraumvolumen beträgt angemessene 370 Liter, etwas weniger als bei der Benzinversion. Das Kabinendesign orientiert sich an Elementen anderer Chery-Modelle, darunter des Tiggo 4, der ähnliche Technologie zu einem günstigeren Preis bietet.
Preis und Wert: Fragwürdige Kompromisse
Der Omoda 5 SHS-H beginnt bei 25.740 £ für die Knight-Ausstattung, während die Noble-Ausstattung (mit Funktionen wie Sitzheizung und elektrischem Kofferraumdeckel) 29.240 £ kostet. Omoda gewährt auf seine Fahrzeuge eine Garantie von sieben Jahren/100.000 Meilen, einschließlich eines zusätzlichen Jahres für die Batterie bei Hybridmodellen. Allerdings bietet der Chery Tiggo 4 einen ähnlichen Antriebsstrang und ähnliche Funktionen für weniger als 20.000 £, was den Omoda 5 SHS-H zu einem weniger überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis macht.
Zusammenfassend : Der Omoda 5 SHS-H bietet ein attraktives Paket mit kühnem Design und einem wettbewerbsfähigen Preis, bietet jedoch nicht die Kraftstoffeffizienz und Praktikabilität, die erforderlich sind, um sich in einem überfüllten Markt abzuheben. Das Hybridsystem wirkt eher wie ein Stil-Upgrade als wie eine wirklich effiziente Lösung, was es zu einer weniger sinnvollen Wahl macht als Konkurrenten, die einen besseren Kraftstoffverbrauch und mehr Platz bieten.
