Ferrari hat den Innenraum seines mit Spannung erwarteten ersten Elektrofahrzeugs enthüllt, das den Namen „Luce“ trägt – italienisch für „Licht“ oder „Beleuchtung“. Das Design, das in Zusammenarbeit mit Sir Jony Ives Firma LoveFrom (ehemals Apple) entwickelt wurde, markiert eine radikale Abkehr von traditionellen Ferrari-Kabinen. Der Autohersteller gibt die Einzelheiten schrittweise bekannt, nachdem er zuvor die Leistungsspezifikationen des Fahrzeugs bekannt gegeben hat.
Eine minimalistische Kabine mit High-Tech-Akzenten
Im Innenraum des Luce stehen Einfachheit und Technologie im Vordergrund. Drei Bildschirme dominieren das Layout: ein Fahrerdisplay, ein zentraler Infotainment-Bildschirm und Bedienelemente auf den Rücksitzen. Besonders auffällig ist das Fahrerdisplay mit zwei überlappenden Panels mit Ausschnitten, die den Blick auf das Heckdisplay freigeben und so eine mehrschichtige, von der Luftfahrt inspirierte Ästhetik schaffen. Bemerkenswert ist, dass sich die gesamte Anzeigeeinheit mit der Lenksäule bewegt.
Das Lenkrad selbst ist eine moderne Interpretation klassischer Ferrari-Designs mit einem dünnen Kranz und freiliegenden Aluminiumspeichen. Physische Bedienelemente – Tempomat, Fahrmodi, Traktionseinstellungen, Scheibenwischer und Federungseinstellung – sind direkt in das Lenkrad integriert, sodass neben der digitalen Schnittstelle auch die taktile Interaktion erhalten bleibt.
Der zentrale Bildschirm verfügt über eine Handballenauflage und ist schwenkbar, sodass sowohl Fahrer als auch Beifahrer ihn leicht erreichen können. Physische Tasten steuern die Klimaregelung, während eine einzigartige Aussparung eine proprietäre Funktion mit vier Modi beherbergt: Uhr, Chronograph, Kompass und Startsteuerung.
Einzigartige Details: Glasschlüssel und minimalistische Konsole
Ferrari verschiebt Grenzen mit Details wie einem Glasschlüssel mit E-Ink-Display, das seine Farbe ändert, wenn es an die Konsole angedockt wird. Die Mittelkonsole selbst ist bewusst minimalistisch gehalten und beherbergt nur die wesentlichen Fenster- und Türsteuerungen.
Ein Deckenpaneel bietet zusätzliche Schalter für Licht, Abtauung und Startsteuerung. Sogar die Fondpassagiere erhalten spezielle physische HVAC-Bedienelemente und Fahrzeugstatusanzeigen.
Leistung und Startzeitleiste
Der Luce verfügt über vier Elektromotoren, die im Boost-Modus bis zu 986 PS leisten. Ferrari gibt eine Höchstgeschwindigkeit von 192 Meilen pro Stunde und eine Beschleunigungszeit von 0 auf 62 Meilen pro Stunde von nur 2,5 Sekunden an. Das Äußere des Autos wird im Mai bei einer Sonderveranstaltung in Italien enthüllt.
Das Innendesign signalisiert eine mutige neue Richtung für Ferrari und verbindet den von Apple inspirierten Minimalismus mit dem Rennsport-Erbe der Marke.
Dieser erste Blick auf das Innere des Luce bestätigt, dass Ferraris erstes Elektrofahrzeug anders sein wird als alles, was das Unternehmen bisher produziert hat. Ob dies eine echte Weiterentwicklung des Ferrari-Geistes darstellt, bleibt abzuwarten, aber das Design ist zweifellos ehrgeizig.






















