Luxusautohändler muss wegen betrügerischer Verkaufspraktiken eine Geldstrafe von 843.000 US-Dollar verhängen

Ein Luxusautohändler in New Jersey, BM Motor Cars, wurde zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 842.776,24 US-Dollar verurteilt, nachdem staatliche Behörden festgestellt hatten, dass er Kunden wiederholt in die Irre geführt und gegen frühere Gerichtsbeschlüsse verstoßen hatte. Der Fall zeigt, wie aggressiv die Aufsichtsbehörden gegen Autohändler vorgehen, weil sie sich nicht an die Werberegeln halten.

Wiederholte Verstöße und frühere Strafen

Die im Jahr 2023 eingereichte staatliche Klage wirft BM Motor Cars betrügerische Verkaufstaktiken vor, indem es obligatorische Händlervorbereitungsgebühren aus den beworbenen Preisen verschwieg. Dies ist nicht das erste Mal, dass das Autohaus mit solchen Vorwürfen konfrontiert wird: Es wurde bereits 2018 bestraft, weil es illegal importierte „Graumarkt“-Fahrzeuge verkaufte, die nicht den US-Sicherheitsstandards entsprachen. Das aktuelle Urteil stellte innerhalb von nur zwei Monaten mindestens 511 Verstöße fest, was das Gericht als klares Muster der Missachtung von Verbraucherschutzgesetzen bezeichnete.

Die Details: Versteckte Gebühren und fehlende Offenlegungen

Die amtierende Generalstaatsanwältin Jennifer Davenport erklärte, dass der Händler die tatsächlichen Kosten der Fahrzeuge absichtlich verschleiert habe, indem er die Händlergebühren nicht in Online-Anzeigen angegeben habe. Noch kritischer ist, dass BM Motor Cars es angeblich versäumt hat, einen erforderlichen Haftungsausschluss in der richtigen Schriftgröße anzuzeigen, ein scheinbar unbedeutendes Detail, das große rechtliche Bedeutung hatte.

Der Staat behauptet außerdem, das Autohaus habe Kunden unter Druck gesetzt, auf ihr Recht zum Kauf geprüfter Fahrzeuge zu verzichten, und es versäumt, bekannte Mängel offenzulegen, die die Sicherheit eines Fahrzeugs beeinträchtigen könnten. In einigen Fällen wurden den Käufern die erforderlichen Kilometerzählerbescheinigungen nicht zur Verfügung gestellt, was die Überprüfung der Fahrzeughistorie erschwerte.

Finanzielle und rechtliche Konsequenzen

Das Oberste Gericht im Union County verhängte eine Zivilstrafe in Höhe von 793.500 US-Dollar sowie 49.276 US-Dollar zur Deckung der Rechts- und Ermittlungskosten des Staates. Das Gericht wies den Händler an, alle betrügerischen Praktiken einzustellen und die Landes- und Bundesgesetze einzuhalten.

Händlerantwort und nächste Schritte

Der Anwalt von BM Motor Cars, Michael Gilberti, hat einen Antrag auf erneute Prüfung gestellt und argumentiert, die Strafen seien unerschwinglich und das Gericht habe bei seinen Feststellungen Fehler gemacht. Das Autohaus behauptet, die Vorwürfe bestritten zu haben und tut dies auch weiterhin. Eine Anhörung zu dem Antrag ist für den 27. Februar geplant.

„Der Zugang zu einem sicheren und erschwinglichen Fahrzeug ist kein Luxus – es ist eine Notwendigkeit für Familien in New Jersey. Verbraucher haben das Recht auf klare, wahrheitsgemäße Informationen, wenn sie sich durch den teuren und komplexen Prozess des Autokaufs navigieren“, sagte die amtierende Generalstaatsanwältin Jennifer Davenport.

Der Fall zeigt, wie ernst die Aufsichtsbehörden die Transparenz beim Autoverkauf nehmen und wie selbst scheinbar kleine Verstöße wie falsche Schriftgrößen zu massiven Geldstrafen führen können.