Das kommende Elektrofahrzeug Epiq von Skoda wird den Markt für kompakte Elektrofahrzeuge mit einer Mischung aus Praktikabilität, Erschwinglichkeit und der markentypischen Technik revolutionieren. Dieser erste Fahrbericht beschreibt die wichtigsten Funktionen, Leistungserwartungen und Preise für das Modell 2026 und positioniert es als überzeugende Alternative zu Konkurrenten wie dem Renault 4 und dem Citroën ë-C3.
Design und Plattform
Der Epiq folgt der „Modern Solid“-Designsprache von Skoda und verfügt über das Tech Deck-Gesicht mit markanten T-förmigen Lichtsignaturen und einem integrierten Sensorpanel. Aufbauend auf der MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns – gemeinsam mit dem Cupra Raval und dem kommenden VW ID Polo/Cross – markiert der Epiq einen Wandel für Skoda-Elektrofahrzeuge, da er eine Frontmotoranordnung anstelle des Heckantriebsaufbaus übernimmt, der im Enyaq und Elroq zu finden ist.
Diese Plattformwahl ist von Bedeutung: Sie ermöglicht eine größere Flexibilität bei den Antriebsstrangkonfigurationen und senkt möglicherweise die Produktionskosten. Das Design des Epiq ist zwar derzeit getarnt, zielt aber darauf ab, eine moderne und dennoch zurückhaltende Ästhetik zu bieten.
Ausstattungsvarianten und Leistung
Skoda plant drei Hauptausstattungen: Epiq 35, Epiq 40 und Epiq 55. Der Basis-Epiq 35 ist mit einer 37-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) und einem 114-PS-Motor ausgestattet und bietet eine Reichweite von rund 192 Meilen. Die Preise werden voraussichtlich bei etwa 25.000 £ beginnen und sich am Preis des Kamiq orientieren.
Der Epiq 40 rüstet den Motor auf 133 PS auf, behält aber die 37-kWh-Batterie bei. Der Epiq 55 der Spitzenklasse verfügt über eine größere 52-kWh-Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie (NMC) und einen 208-PS-Motor, wodurch die Reichweite auf 267 Meilen erhöht wird. Der geschätzte Preis liegt bei 30.000 £.
Die Ladegeschwindigkeiten variieren je nach Modell: Die 35er und 40er unterstützen bis zu 50 kW bzw. 90 kW, während die 55er eine Spitzenleistung von 133 kW erreichen, was eine 10–80 %ige Aufladung in etwa 23 Minuten ermöglicht. Durch diese Schnellladefunktion ist der Epiq im Vergleich zu anderen preisgünstigen Elektrofahrzeugen konkurrenzfähig.
Interieur und Technik
Das Innere des Epiq ähnelt stark dem seiner Plattform-Geschwister (Elroq, Raval). Es wird die Ausstattungsvarianten Studio, Loft und Suite bieten, alle unter Verwendung recycelter Materialien. Die Standardkonfiguration umfasst ein 5,2-Zoll-Digitalinstrumentenkombi und einen 13-Zoll-Infotainment-Touchscreen, die Softwareplattform bleibt jedoch unbestätigt.
Das Platzangebot ist für diese Klasse großzügig: Dank der geformten Dachlinie ist die Kopffreiheit im Fond großzügig, und der Kofferraum fasst mit 475 Litern deutlich mehr als Konkurrenten wie der Renault 4 (420 Liter) und der Citroën ë-C3 (310 Liter). Während der Platz für die Fondpassagiere ausreichend ist, könnte es für drei Erwachsene eng werden.
Fahreindrücke
Erste Fahreindrücke bestätigen, dass der Epiq Skodas Ruf für solide Technik verkörpert. Die Lenkung ist präzise, es mangelt jedoch an deutlichem Feedback. Das Fahrverhalten ist geschmeidig und kontrolliert und schafft dank einer konventionellen Federungsabstimmung (MacPherson-Federbeine vorne, Verbundlenker hinten) ein Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Komfort.
Der Epiq filtert Straßenmängel effektiv heraus, hat jedoch Probleme mit scharfen Eingriffen wie Schlaglöchern. Es fühlt sich etwas fester an als das Elroq, bleibt aber gut gedämpft. Insgesamt bietet der Epiq ein vertrautes und beruhigendes Fahrerlebnis, das der Markenidentität von Skoda entspricht.
Fazit
Der Skoda Epiq 2026 dürfte ein starker Konkurrent im Segment der erschwinglichen Elektrofahrzeuge sein. Durch die Kombination von wettbewerbsfähigen Preisen, praktischen Funktionen und einer ausgereiften Plattform bietet es eine überzeugende Alternative für Käufer, die Wert suchen, ohne auf Qualität zu verzichten. Der Erfolg des Epiq hängt von der Einhaltung seines Preisziels und der Bereitstellung eines wettbewerbsfähigen Ladeerlebnisses ab.
