Stellantis verzichtet in Nordamerika auf Plug-in-Hybride

Stellantis, der Mutterkonzern von Chrysler und Jeep, stellt sein Plug-in-Hybrid-Programm (PHEV) in Nordamerika ab dem Modelljahr 2026 ein. Dieser Schritt signalisiert einen strategischen Wandel hin zu herkömmlichen Hybrid- und Elektrofahrzeugen mit erweiterter Reichweite. Mit der Entscheidung wird die Produktion beliebter PHEV-Modelle wie Jeep Wrangler 4xe, Jeep Grand Cherokee 4xe und Chrysler Pacifica PHEV praktisch eingestellt.

Warum die Änderung?

Als Hauptgründe für diese Entscheidung nennt der Autohersteller die sich entwickelnde Kundennachfrage und regulatorische Änderungen. Laut einem Stellantis-Sprecher wird sich das Unternehmen nun auf „wettbewerbsfähigere elektrifizierte Lösungen“ konzentrieren, darunter Hybride und Fahrzeuge mit erweiterter Reichweite, die besser zu den aktuellen Marktpräferenzen passen.

Diese Verschiebung erfolgt, da der Verkauf von Plug-in-Hybriden Gegenwind erlebt. Besitzer von Stellantis-PHEVs hatten mit Zuverlässigkeitsproblemen zu kämpfen, darunter auch mit Rückrufen für Jeep 4xe-Modelle. Darüber hinaus deuten die Daten darauf hin, dass viele PHEV-Käufer die Plug-in-Fähigkeit nicht konsequent nutzen, ein Trend, den sogar Toyota beobachtet.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Die unmittelbare Auswirkung ist die Entfernung von Plug-in-Hybrid-Konfigurationen von Fahrzeugherstellern auf Stellantis-Websites, wie beispielsweise der von Jeep. Während der Pacifica Hybrid vorerst noch erhältlich ist, ist seine Zukunft ungewiss.

Das Unternehmen wird weiterhin elektrifizierte Optionen anbieten, einschließlich eines neuen Hybridantriebsstrangs im Cherokee 2026. Dieses System kombiniert einen 1,6-Liter-Turbomotor mit einem elektronisch gesteuerten Getriebe und einer kleinen 1,08-Kilowattstunden-Batterie. Auch Jeep treibt sein vollelektrisches Recon-Modell voran.

Das Gesamtbild

Die Entscheidung von Stellantis spiegelt einen breiteren Trend in der Automobilindustrie wider: die rasante Entwicklung der Elektrofahrzeugtechnologie und die sich verändernden Verbraucherpräferenzen. Plug-in-Hybride galten einst als Übergangsschritt zur vollständigen Elektrifizierung, doch Autohersteller setzen heute auf fortschrittlichere Technologien wie Hybridsysteme und Elektrofahrzeuge mit erweiterter Reichweite, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

„Stellantis evaluiert kontinuierlich seine Produktstrategie, um den sich entwickelnden Kundenbedürfnissen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.“ — Stellantis-Sprecher.

Der Verzicht auf PHEVs durch Stellantis lässt darauf schließen, dass die Zukunft der Elektrifizierung eher in fokussierteren als in hybriden Ansätzen liegt. Dieser Schritt wirft Fragen über die langfristige Rentabilität von PHEVs in Nordamerika auf und ob andere Autohersteller diesem Beispiel folgen werden.