Tesla lässt den Namen „Autopilot“ unter kalifornischem Regulierungsdruck fallen

Tesla hat die Namen „Autopilot“ und „Full Self-Driving“ in Kalifornien offiziell abgeschafft und seine Fahrerassistenzfunktionen umbenannt, um rechtliche Strafen zu vermeiden. Der Schritt erfolgte, nachdem das California Department of Motor Vehicles (DMV) damit gedroht hatte, die Händlerlizenz des Unternehmens wegen einer von den Aufsichtsbehörden als irreführend eingestuften Werbung zu entziehen.

Das Kernproblem: Irreführendes Branding

Tesla vermarktet seine Fahrerassistenzsysteme seit Jahren unter den Namen „Autopilot“ und „Full Self-Driving“, obwohl diese Systeme immer noch die volle Aufmerksamkeit des Fahrers erfordern. Das kalifornische DMV entschied im Dezember, dass diese Namen die Fähigkeiten der Technologie übertrieben darstellten und gegen staatliche Gesetze verstießen. Insbesondere wurden die Behauptungen von Tesla, dass die Systeme „ohne Eingreifen der Person auf dem Fahrersitz“ funktionieren könnten, als falsch eingestuft. Selbst das fortschrittlichste System von Tesla gilt als Autonomiestufe 2, was bedeutet, dass es einer aktiven menschlichen Aufsicht bedarf.

Regulatorische Reaktion und Konsequenzen

Die kalifornischen Aufsichtsbehörden drohten damit, Teslas Händlerlizenz auszusetzen, wenn das Unternehmen die neuen Namenskonventionen nicht einhalten würde. Tesla reagierte mit der Umbenennung von „Full Self-Driving“ in „Full Self-Driving (Supervised)“ und „Autopilot“ in „Traffic Aware Cruise Control“ in allen Marketingmaterialien. Das DMV bestätigte, dass Tesla die notwendigen Schritte unternommen hat, um die Aussetzung der Lizenz zu verhindern.

Jenseits von Kalifornien: Unternehmensweite Veränderung

Die Namensänderungen wurden bereits auf der Website von Tesla umgesetzt und scheinen über Kalifornien hinauszugehen. Dieser regulatorische Druck scheint jedoch nichts am Ansatz von CEO Elon Musk geändert zu haben, der die Systeme immer noch in den sozialen Medien mit begeisterter Unterstützung bewirbt.

Die wichtigste Erkenntnis: Diese Situation unterstreicht die zunehmende Prüfung der Terminologie des autonomen Fahrens und die Notwendigkeit für Automobilhersteller, die Fähigkeiten ihrer Systeme genau darzustellen. Die Entscheidung des kalifornischen DMV stellt einen Präzedenzfall für andere Bundesstaaten dar und könnte Tesla dazu zwingen, generell ein konservativeres Branding einzuführen.