Toyota könnte es sich noch einmal überlegen, sein kleineres LandCruiser-Modell – oft als „Baby FJ“ bezeichnet – nach Australien zu bringen, wenn es einen moderneren Dieselmotor erhält. Das größte Hindernis für die Freigabe des Fahrzeugs war sein veralteter 2,7-Liter-Benzinmotor, der die aktuellen australischen Abgasnormen nicht erfüllt.
Emissionsvorschriften blockierten die Ersteinführung
Letztes Jahr erkannten Führungskräfte von Toyota Australia die Attraktivität des Fahrzeugs an, gaben jedoch an, dass der ältere Benzinmotor die Euro-6-Abgastests nicht bestehen würde. Sean Hanley, Vizepräsident für Vertrieb und Marketing, betonte, dass strengere Vorschriften dazu führen, dass ältere Antriebsstränge nicht mehr mit dem australischen Markt kompatibel sind.
HiLux Diesel als mögliche Lösung
Laut Berichten der japanischen Automobilzeitschrift Best Car Web plant Toyota, den „Baby FJ“ bis 2029 mit dem 2,8-Liter-Turbodieselmotor „1GD-FTV“ auszustatten. Dabei handelt es sich um den gleichen Motor, der derzeit im australischen HiLux und LandCruiser Prado verwendet wird. Der Diesel leistet 150 kW und 500 Nm Drehmoment, eine deutliche Verbesserung gegenüber den 120 kW und 246 Nm der Benzinversion.
Gemeinsame Plattform und Fertigung
Sowohl der LandCruiser FJ als auch der HiLux für den australischen Markt werden in Thailand auf der IMV-Plattform von Toyota gebaut, die aus dem Jahr 2004 stammt. Die Plattform wird auch im HiLux Champ verwendet, einer einfacheren Version des Ute, die für südostasiatische Märkte entwickelt wurde. Während der HiLux Champ mit einem kleineren Dieselmotor erhältlich ist, hat Toyota ausgeschlossen, dieses Modell nach Australien zu bringen.
Die Position von Toyota Australia bleibt vorsichtig
Trotz dieser Entwicklungen behält Toyota Australia eine zurückhaltende Haltung bei. Das Unternehmen hat offiziell erklärt, dass es derzeit keine Pläne zur Einführung des LandCruiser FJ hat, aber die Möglichkeit, dass ein dieselbetriebenes Modell wieder die Tür für eine Markteinführung in Australien öffnet, ist jetzt realistischer.
Die Umstellung auf einen Dieselmotor könnte den kompakten LandCruiser zu einer praktikablen Option für australische Käufer machen, insbesondere angesichts seiner Attraktivität und der etablierten Markenbekanntheit von LandCruiser. Die Bestätigung von Toyota Australia steht jedoch noch aus.






















