Die hartnäckige Beharrlichkeit von Touchscreens: Im Jahr 2026 haben mehr als 30 Autos immer noch keine Lautstärkeregler

Seit über einem Jahrzehnt jagen Autohersteller dem Reiz eleganter, minimalistischer Innenräume nach, die von Touchscreens dominiert werden. Doch trotz wachsender Frustration der Verbraucher verzichten auch im Jahr 2026 überraschend viele Fahrzeuge auf den einfachen Komfort eines physischen Lautstärkereglers. Der Trend begann mit den ersten iPhones und setzt sich nun fort, da Autohersteller hartnäckig an vollständig digitalen Schnittstellen festhalten, auch wenn Autofahrer taktile Bedienelemente verlangen. Hier geht es nicht nur um Nostalgie; es geht um Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit.

Der Aufstieg der Bildschirme, der Niedergang taktiler Bedienelemente

Die frühe Einführung von Touchscreens im Auto war holprig, aber die Technologie hat sich dramatisch verbessert. Mittlerweile packen Marken Klimasteuerung, Navigation und Audiofunktionen auf einzelne zentrale Bildschirme. Allerdings hat dieser Komfort seinen Preis: Der Fahrer verbringt mehr Zeit damit, den Blick von der Straße abzuwenden, um Grundeinstellungen vorzunehmen. Der Widerstand ist real: Käufer wollen Knöpfe, Wählscheiben und Knöpfe, die sie nicht von der Autobahn abwenden müssen.

Welche Marken widersetzen sich der Rückkehr taktiler Bedienelemente?

Unsere Analyse zeigt, dass über 30 Fahrzeuge auf dem US-Markt immer noch keinen speziellen, rotierenden Lautstärkeregler haben. Die folgenden Marken sind die bekanntesten Täter:

Audi

Der A3, der E-Tron GT und der Q4 E-Tron verfügen alle über fragwürdige berührungsempfindliche Bedienelemente anstelle eines herkömmlichen Knopfs. Während manche es als modern bezeichnen, empfinden Autofahrer es oft als frustrierend ungenau.

Ferrari und Lamborghini

Es überrascht nicht, dass beide italienischen Supersportwagenhersteller – Ferrari (alle Modelle) und Lamborghini (ebenfalls alle Modelle) – der Ergonomie des Fahrers Vorrang vor Komfort geben und Lautstärkeregler vollständig zugunsten von Lenkradsteuerungen eliminieren. Der SUV Urus hatte kurzzeitig einen Knopf, bevor er bei einem Facelift im Jahr 2024 für einen anderen Bildschirm entfernt wurde.

Lotus

Der Lotus Eletre SUV folgt diesem Beispiel und ersetzt den Lautstärkeregler durch Bildschirm- und Lenkradsteuerung, ein häufiges Thema bei Geely-basierten Fahrzeugen.

Maserati

Der Maserati Grecale sticht als Anomalie hervor: Während die meisten Maseratis über physische Bedienelemente verfügen, setzt der Grecale auf reine Bildschirmanpassungen, was die Verbraucher verblüfft.

Mazda

Beim neuesten Mazda CX-5 wurden die früheren physischen Bedienelemente zugunsten eines großen Touchscreens aufgegeben, wobei Mazda „Ablenkung des Fahrers“ als Grund anführte. Angesichts der Einfachheit eines Knopfes scheint dies eine schwache Ausrede zu sein.

Mercedes-Benz

Mercedes-Benz verzichtet weiterhin auf Lautstärkeregler bei seinen EQ-Modellen, C-, CLE- und E-Klassen. Obwohl die Marke in neueren Modellen teilweise den Kurs mit taktilen Bedienelementen umkehrt, bleiben viele weiterhin rein digital.

Porsche

Der Porsche Taycan verwendet weiterhin Lenkradsteuerungen und weigert sich auch nach einem Facelift, einen physischen Lautstärkeregler hinzuzufügen. Porsche erkennt die Nachfrage der Käufer nach Knöpfen an, geht aber langsam vor.

Rivian & Tesla

Rivian (alle Modelle) und Tesla (alle Modelle) waren von Anfang an vollständig digital. Insbesondere Tesla verfügt über keine physischen Bedienelemente für Grundfunktionen wie Scheibenwischer.

Volkswagen

Volkswagen wurde wegen seiner fehlenden taktilen Bedienelemente am meisten kritisiert. Der GTI, Golf R, ID.4 und ID. Buzz verfügen alle über einen schlecht gestalteten berührungsempfindlichen Schieberegler anstelle eines richtigen Knopfes. Das Unternehmen fügt einigen Modellen endlich wieder Knöpfe hinzu, aber der Schaden ist angerichtet.

Volvo

Der Volvo EX30 ist ein weiterer SUV auf Geely-Basis, der taktile Bedienelemente ignoriert, was Fahrer, die sich nach Einfachheit sehnen, frustriert. Glücklicherweise wird der EX30 in den USA nach diesem Jahr eingestellt.

Warum ist das wichtig?

Das Fehlen eines physischen Lautstärkereglers ist nicht trivial. Es zwingt Fahrer dazu, sich auf Touchscreens oder Lenkradsteuerungen zu verlassen, was die Ablenkung erhöht und die Sicherheit verringert. Dieser Trend unterstreicht ein größeres Problem: Autohersteller geben Ästhetik und technologischer Neuheit Vorrang vor Benutzerfreundlichkeit. Verbraucher melden sich zu Wort : Sie wollen die physischen Kontrollen zurück, und einige Marken hören endlich zu.

Das Fortbestehen reiner Touchscreen-Systeme im Jahr 2026 erinnert daran, dass das Automobildesign manchmal hinter dem gesunden Menschenverstand zurückbleibt. Während einige Autohersteller Kurskorrekturen vornehmen, weigern sich viele immer noch, den Fahrern das zu geben, was sie eindeutig wollen: einen einfachen, zuverlässigen Lautstärkeregler.