Bentley ließ einen Hinweis fallen.
Nicht viel, aber genug.
Die Marke hat ihr erstes vollelektrisches Fahrzeug offiziell benannt. Es heißt Torcal. Sie enthüllten auch ein Teaser-Bild und bestätigten das Datum der öffentlichen Enthüllung. 23. September. Kreise es ein. Oder auch nicht. Sie werden wahrscheinlich trotzdem davon hören.
Nicht gerade „urban“
Der Codename Urban EV enthält eine leichte Ironie.
Schauen Sie sich die Größe an. Das neue SUV ist fünf Meter lang. Das ist nicht kompakt. Nach Bentley-Verhältnissen? Kaum. Doch es klein zu nennen, ist Marketing. Es winzig zu nennen ist eine Lüge. Was ist das eigentlich?
Es ist die vierte Produktlinie von Bentley. Der erste rein elektrische Eintrag im Portfolio. Es verbindet die Bentayga-, Continental- und Mulsanne-Linie. Der Teaser ist schüchtern. Nur die Heckklappe. Aber man merkt sofort, dass es königlich ist. Anspruchsvoll. Das neue Emblem sitzt mittig zwischen dünnen, komplizierten Rücklichtern, die wie geschliffenes Glas aussehen. Mattsilberne Lackierung. Abgerundete Kurven. Ein Hauch von aerodynamischer Einfassung in der Nähe der Heckscheibe.
Ist das nur zum Spaß? Ja. Zur Zeit.
Ein Designwechsel?
Wir haben überall Prototypen gesehen.
Zwei Jahre Tests bedeuten, dass zahlreiche Fotos online durchgesickert sind. Die Verkleidung ist sicher sperrig. Aber man kann Proportionen nicht verbergen. Die Silhouette suggeriert ein schlankes, dynamisches Fahrzeug. Nicht nur eine fette Kiste.
Wichtige Details fallen auf. Rahmenlose Fenster. Türverkleidungen ohne Dachrinnen. Elegante Schließlinien. Es fühlt sich zarter an als der Bentayga. Insider sagen, dass die Frontpartie aufrecht sein wird und sich an die Linien traditioneller Bentleys orientiert. Denken Sie an Continental R oder T. Die Brooklands-Ära. Breite Schultern. Vertrauen.
„Es verbirgt seine Dimensionen gut“, sagen sie. „Es wird dich nicht überragen.“
Ziel ist es, kompakt auszusehen. Ob es gelingt, ist fraglich. Der Kühlergrill könnte verschwinden. Lufteinlass? Minimal. Bentley könnte diesen leeren Raum für reines Styling nutzen.
Räder? Wahrscheinlich 22-Zoll-Kerne. Da es in Crewe gebaut wird, können Sie mit einer breiten Farbpalette rechnen. Mulliner-Käufer bekommen, was sie wollen. Immer hochwertige Verarbeitung.
Technologie- und Luxus-Mix
Der Innenraum ist ein neues Biest.
Die Technik stammt vom Porsche Cayenne Electric. Aber die Umsetzung? Das ist purer Bentley. Opulenz ist Pflicht. Hochwertiges Leder. Holzmaserung-Oberflächen. Die Kabinenqualität bleibt nicht verhandelbar.
Dennoch ist der Technologiesprung beträchtlich. Ein geschwungener Mittelbildschirm dominiert die Aussicht. Vom Cayenne entlehnt, ja. Es verfügt jedoch über eine einzigartige Schnittstelle. Bentleys Benutzeroberfläche. Physische Schalter verbleiben auf der breiten Konsole. Manche Fahrer bevorzugen taktile Tasten gegenüber Glasscheiben. Vor Ihnen erwartet Sie ein neues gebogenes Fahrerdisplay. Neues Lenkrad. Dieselbe Markenseele, anderer Mut.
Kraft, die überrascht
Matthias Rabe, Leiter Forschung und Entwicklung, hielt sich nicht zurück.
In den Strategieaktualisierungen Ende 2025 legte er es dar. Der Torcal sollte sich so wohl fühlen wie ein Flying Spur. Agil wie ein Continental GT. Und schneller als alles, was Bentley bisher gebaut hat.
Schneller als der Continental GT Ultra Performance Hybrid? Scheinbar. Dieses Auto erreicht 62 Meilen pro Stunde in 3,2 Sekunden. Der Torcal will es schlagen.
„Es geht nicht nur um schnelles Fahren. Es geht um schnelles Laden“, fügte Rabe hinzu.
Hundert Meilen Reichweite in weniger als sieben Minuten? Das ist ehrgeizig. Die Angst vor dem Aufladen ist der Killer für Luxus-Elektrofahrzeuge. Bentley versucht, diese Angst zu vertreiben.
CEO Dr. Frank-Steffen Wallister nennt es einen „mutigen Schritt“.
„Unser erster vollelektrischer Bentley … verkörpert unsere Vision von nachhaltigem Luxus.“
Er spricht über Innovation. Handwerkskunst. Nachhaltigkeit. Standard-CEO sprechen? Vielleicht. Aber die technischen Daten belegen es.
Die Plattform ist geteilt. Die PSA von Porsche. 800-V-Architektur. Doppelmotoren. Moderne Fahrwerkstechnik. Der Torcal sitzt am oberen Ende der Spielzeugkiste des Cayenne. Eine 112-kWh-Batterie? Wahrscheinlich. Laden mit 400 kW. Bis zu 1.000 PS aus den Elektromotoren.
Was ist mit der Suspendierung? Porsche bringt die Tricks. Serienmäßige Luftfederung mit Doppelventildämpfern. Active-Ride? Verfügbar. Es ist das System vom Taycan. Der Panamera. Bentley wird es auch anbieten.
Reichweite? Ein Ratespiel.
Schätzungen sind unscharf.
Die Form ist aufrecht. Die Aerodynamik leidet im Vergleich zum tiefergelegten Porsche. Das Gewicht steigt. Erwarten Sie einen Effizienzverlust. Eine Reichweite von 350 bis 370 Meilen? Scheint vernünftig.
Wallister möchte neue Kunden gewinnen.
„Wir wollen auch neue Kunden gewinnen“, sagte er. „Mit diesem Konzept verleiht es Bentley wirklich etwas.“
Ist es ein Ersatz für bestehende Modelle? Nein. Es ist ein neuer Weg. Eine andere Tür. Die EV-Ära ist angebrochen. Bentley geht hindurch.
Wirst du eins kaufen?






















