Laut der neuesten Studie von J.D. Power ist die Kundenzufriedenheit mit den bei Neufahrzeugen serienmäßigen Reifen leicht zurückgegangen. Allerdings verringert sich die Kluft zwischen der Zufriedenheit der Besitzer von Verbrennungsmotoren (ICE), Batterie-Elektrofahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen (PHEV), da sich die Reifentechnologie für Elektrofahrzeuge verbessert.
Wichtigste Ergebnisse der J.D. Power-Studie
Im Rahmen der Kundenzufriedenheitsstudie 2024 mit Erstausrüstungsreifen wurden über 38.000 Besitzer von Fahrzeugen des letzten Modelljahrs in den Vereinigten Staaten befragt. Die Zufriedenheit wird in vier Schlüsselbereichen gemessen: Fahrkomfort, Reifenverschleiß, Handling/Traktion und Aussehen.
Die Gesamtzufriedenheit bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor erreichte 789 von 1.000 Punkten und lag damit etwas höher als bei BEVs (775) und PHEVs (772). Der Unterschied hat sich jedoch von 47 Punkten im letzten Jahr deutlich auf nur noch 14 verringert – ein Hinweis darauf, dass die Hersteller die Reifen für Elektrofahrzeuge rasch verbessern.
Markentreue: Hohe Anfangszufriedenheit, niedrigere Ersatzraten
Mehr als die Hälfte (54 %) der Neuwagenbesitzer bleiben der Originalreifenmarke ihres Fahrzeugs treu, diese Zahl sinkt jedoch auf 42 %, wenn zwei oder mehr Reifen ausgetauscht werden müssen. Der Hauptgrund für den Wechsel? Bedenken hinsichtlich vorzeitiger Abnutzung. Dies deutet darauf hin, dass die Werksreifen zwar die anfänglichen Erwartungen erfüllen, die Langlebigkeit jedoch für viele Fahrer ein großer Knackpunkt ist.
Michelin ist in mehreren Segmenten führend
Michelin belegte bei der Kundenzufriedenheit in mehreren Fahrzeugsegmenten durchweg den höchsten Platz:
- Luxus: Michelin erzielte 833 Punkte und übertraf damit Goodyear (829) und den Segmentdurchschnitt von 806.
- Pkw: Michelin führte mit 816 Punkten und belegte mit 798 Punkten den zweiten Platz vor Goodyear und Toyo.
- Performance Sport: Michelin lag mit 818 an der Spitze, gefolgt von Goodyear (805) und Pirelli (801).
Pirelli sicherte sich mit einer Punktzahl von 801 den Spitzenplatz im Lkw/Nutzfahrzeug-Segment und schlug BFGoodrich (790) und Michelin (788). Weitere in die Studie einbezogene Marken waren Bridgestone, Continental, Cooper, Dunlop, Falken, Firestone, Giti, Hankook, Kumho, Nexen, Nitto, Vogue und Yokohama.
Die Studie zeigt, dass die anfängliche Zufriedenheit mit Werksreifen zwar angemessen ist, die langfristige Haltbarkeit und die Wahl des Ersatzreifens jedoch weiterhin wichtige Überlegungen für Fahrzeugbesitzer sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Reifenhersteller Fortschritte dabei machen, die Zufriedenheitslücke zwischen Verbrennungsmotoren und Elektrofahrzeugen zu schließen, der Verschleiß bleibt jedoch ein entscheidender Faktor für die Markentreue. Michelin dominiert weiterhin den Markt und bietet in mehreren Segmenten konstant hoch bewertete Reifen an.






















