Fiat bringt in Großbritannien den ultrakompakten Elektro-Mikro-Lkw „Tris“ auf den Markt

Fiat erweitert sein Angebot an urbaner Mobilität mit der bevorstehenden Markteinführung des Tris in Großbritannien, einem winzigen, dreirädrigen elektrischen Kleinstlastwagen, der speziell für die Herausforderungen der Stadtlogistik entwickelt wurde. Das Fahrzeug soll Mitte nächsten Jahres in Großbritannien eintreffen und soll das Problem der „Last-Mile-Lieferung“ lösen – die letzte, oft teuerste und schwierigste Etappe auf dem Weg eines Produkts vom Vertriebszentrum bis zur Haustür des Kunden.

Ein spezialisiertes Tool für die städtische Logistik

Der Tris ist ein kompakter Elektro-Pickup, der von klassischen Mikromobilitätsdesigns wie dem Piaggio Ape inspiriert ist. Es verfügt über ein einzelnes Vorderrad und eine Lenkstange, wodurch es in dichten Umgebungen außergewöhnlich wendig ist.

Während die globale Version über offene Seiten für einen schnellen Ein- und Ausstieg des Fahrers verfügt, wird das britische Modell modifiziert, um den lokalen Sicherheitsstandards zu entsprechen. Laut Bradley Miller, Produktleiter bei Stellantis UK, wird der Tris bei seiner Veröffentlichung in Großbritannien mit vollständigen Türen ausgestattet sein.

Wichtige Spezifikationen und Funktionen:

  • Vielseitige Konfigurationen: Das Fahrzeug kann als Fahrgestell mit Fahrerhaus, als Pritsche oder als LKW-Ladefläche bestellt werden. Die Ladeflächenversion bietet eine Ladefläche von bis zu 2,25m², was in etwa dem Platzbedarf von zwei Standardpaletten entspricht.
  • Kompakte Abmessungen: Mit einer Länge von nur 3,17 Metern – über einen halben Meter kürzer als ein Fiat 500 – verfügt er über einen engen Wendekreis von 6,1 m, ideal für enge Straßen und enge Kurven.
  • Nutzlast und Leistung: Der Tris kann eine maximale Nutzlast von 540 kg transportieren und wird von einem 12-PS-Motor angetrieben, der eine Höchstgeschwindigkeit von 28 Meilen pro Stunde erreicht.
  • Reichweite: Es ist mit einem 6,9-kWh-Akku ausgestattet, der mit einer einzigen Ladung eine Reichweite von ca. 56 Meilen bietet.

Warum das wichtig ist: Der Wandel zur Mikrologistik

Die Einführung des Tris unterstreicht einen wachsenden Trend in der Stadtplanung und im Handel: die Entwicklung hin zur Mikrologistik. Da Städte strengere Emissionszonen einführen und mit zunehmenden Verkehrsstaus konfrontiert sind, werden herkömmliche große Lieferwagen weniger effizient und teurer im Betrieb.

Durch das Angebot eines Fahrzeugs mit einer Höchstgeschwindigkeit von 28 Meilen pro Stunde zielt Fiat auf die spezifischen Geschwindigkeitsbegrenzungen der meisten britischen Innenstädte ab (typischerweise 20–30 Meilen pro Stunde). Der Tris ist nicht für Autobahnen gedacht, sondern eher als hochspezialisiertes Werkzeug für die Navigation auf der „letzten Meile“, wo Agilität und geringe Umweltbelastung wichtiger sind als Hochgeschwindigkeitsleistung.

Markterweiterung

Der Tris wurde ursprünglich in Marokko hergestellt und war zunächst für Märkte in Asien und im Nahen Osten vorgesehen. Sein Debüt auf der UK Commercial Vehicle Show in Birmingham signalisiert die Absicht von Fiat, die europäische Nachfrage nach nachhaltigen, kleinen Nutzfahrzeugen zu erschließen.

„Tris ist eine intelligente, zukunftsorientierte Antwort auf die wachsende Nachfrage nach effizienter Zustellung auf der letzten Meile“, sagt Kris Cholmondley von Fiat Professional CV UK. „Es vereint Praktikabilität, Nachhaltigkeit und Vielseitigkeit in einem Format, das vollständig auf städtische Umgebungen ausgelegt ist.“

Der Tris stellt einen strategischen Schritt von Fiat dar, eine elektrische Nischenlösung für städtische Kuriere bereitzustellen, die mit minimalem Platzbedarf und maximaler Effizienz durch verstopfte Stadtstraßen navigieren möchten.