Wulings mobile Batteriestationen sind hier, um das Chaos beim Laden von Elektrofahrzeugen zu beheben

Die Angst vor Smartphone-Akkus ist eine universelle Erfahrung. Wir führen Powerbanks. Wir suchen nach Absatzmöglichkeiten. Die Logik ist einfach: Energie speichern, bewegen und bei Bedarf abgeben. Der chinesische Autohersteller Wuling hat genau diese Verbraucherlogik aufgegriffen und auf ein lächerliches, industrielles Niveau gebracht.

Auf der Guangzhou Auto Show stellten sie zwei mobile Ladestationen für Elektrofahrzeuge vor. Einer davon ist ein Rollwagen. Das andere ist ein völlig autonomes, KI-gesteuertes Fahrzeug mit einer riesigen Batterie. Das Ziel? Lösung des Staus an Ladestationen im Urlaub.

Spitzenlast mit rollenden Batterien lösen

China ist bei der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge meilenweit voraus, aber das bedeutet auch, dass es bei Infrastrukturproblemen meilenweit voraus ist. An langen Wochenenden oder im Urlaubsverkehr werden Ladestationen zu Parkplätzen. Autos warten. Autofahrer sind frustriert. Das Netz wird durch die örtliche Nachfragespitze belastet.

Wulings Lösung besteht nicht darin, mehr stationäre Ladegeräte zu bauen. Es geht darum, die Energie dorthin zu bringen, wo der Engpass ist. Sie nennen es ein mobiles Energiespeicher- und Ladefahrzeug (MESCV). Es handelt sich im Grunde genommen um eine riesige externe Batterie, die sich selbst antreiben kann.

Die größere Einheit ist ein Biest. Es wiegt so viel, dass es wie ein kleiner Anhänger aussieht und fasst 141 Kilowattstunden Speicher. Es bewegt sich mit Schrittgeschwindigkeit – 5 km/h. Es ist nichts für Hausbesitzer mit einer Auffahrt. Es richtet sich an Ladestationsbetreiber. Wenn eine Station überlastet ist, rollt diese Einheit an, steckt sie ein und gibt ihre gespeicherte Energie in das lokale Netzwerk oder direkt in Autos ab. Es schafft Flexibilität. Es fungiert als Puffer gegen den Ansturm.

Die zwei Ebenen der mobilen Stromversorgung

Wuling hat nicht nur eine Lösung entwickelt. Sie bauten zwei, die auf unterschiedliche Bedürfnisse und Budgets abzielten.

Die kleinere Einheit ist der VA100T. Es sieht aus wie ein schwerer Industriewagen. Sie können es manuell schieben. Es liefert 30 kWh Ladung. Der Preis liegt bei rund 10.000 Euro. Es ist eine Notlösung. Ein manuelles Verlängerungskabel mit einer Batterie in der Mitte.

Die größere Einheit ist das autonome Kraftwerk. Abmessungen: 2.280 x 940 x 1.969 mm. Es ist ungefähr so ​​groß wie ein großer Golfwagen, aber viel höher. Es fasst 140 kWh. Es kostet etwa 40.000 €. Es nutzt KI, um an Ladestationen zu navigieren und sich dort zu positionieren. Es braucht keinen Menschen, um es an seinen Platz zu schieben.

Hier geht es nicht darum, das Laden zu Hause zu ersetzen. Es geht darum, kommerzielle Ladestationen vor dem Zusammenbruch bei Spitzenlast zu bewahren.

Werden wir das in Europa sehen?

Vielleicht nicht bald.

Das spezifische Problem, das Wuling löst – extreme, vorhersehbare Spitzen bei der Nutzung von Ladestationen – ist derzeit einzigartig chinesisch. Das schiere Ausmaß der Einführung von Elektrofahrzeugen hat dort zu Engpässen geführt, mit denen die Infrastruktur nicht Schritt halten kann. Europa führt Elektrofahrzeuge schneller ein, aber die Nutzungsmuster sind unterschiedlich. Wir haben nicht das gleiche Ausmaß an Reisestaus im Urlaub, und zwar nicht in gleichem Maße.

Darüber hinaus ist das regulatorische Umfeld für autonome, langsam fahrende Fahrzeuge im öffentlichen Raum hier ein Albtraum. Um diesen KI-gesteuerten Wagen legal durch eine überfüllte Raststätte navigieren zu lassen, ist Papierkram erforderlich, der Ihnen den Kopf verdrehen würde.

Der VA100T ist so günstig, dass man ihn vielleicht in Logistikparks sieht. Das autonome 140-kWh-Rig? Das ist