Sie kennen das Antiblockiersystem als das System, das verhindert, dass Sie beim Treten des Pedals in eine Leitplanke rutschen. Es verhindert ein Blockieren der Räder, sodass Sie die Kontrolle über die Lenkung behalten. Aber dieselbe Hardware dient einem sekundären Zweck. Es überwacht den Reifendruck.
Wenn Sie die Bremsen betätigen, blockiert ein Standardsystem alle vier Räder. Schleudern verlängert den Bremsweg. Sie verlieren die Richtungskontrolle. ABS verändert das Spiel. Damit kann ein Computer die Radgeschwindigkeit überwachen. Wenn ein Rad aufhört, sich zu drehen, während die anderen durchdrehen, aktiviert das System die Bremse in dieser bestimmten Kurve. Das Rad dreht sich weiter. Du lenkst weiter.
Das System basiert auf Rotationssensoren an jedem Rad. Diese Sensoren geben Daten an den Fahrzeugcomputer weiter. Die Logik ist einfach. Wenn alle Reifen korrekt aufgepumpt sind, drehen sie sich relativ zur Fahrzeuggeschwindigkeit mit ähnlicher Geschwindigkeit. Ein platter Reifen hat einen kleineren effektiven Radius. Es muss sich schneller drehen, um den gleichen Boden abzudecken.
Der Computer sucht im Laufe der Zeit nach einem Reifen, der schneller durchdreht als die anderen drei.
Wenn das System erkennt, dass ein einzelnes Rad deutlich schneller durchdreht als die anderen, erkennt es einen Druckverlust. Es löst dann die Warnleuchte am Armaturenbrett aus. Diese Methode funktioniert, weil die ABS-Sensoren die Rotationsgeschwindigkeit messen. Sie messen den Luftdruck nicht direkt. Sie schließen es durch Bewegung.
Nicht alle Autos verwenden diese Logik. Einige verlassen sich auf direkte Drucksensoren im Ventilschaft. Doch viele Hersteller integrierten die indirekte Reifendrucküberwachung in die bestehende ABS-Hardware. Es spart Kosten. Es nutzt die vorhandene Verkabelung.
Die National Highway Transportation Safety Administration (NHTSA) hat diese Technologie ab 2006 für neue Modelle vorgeschrieben. Sie erforderten ein Reifendrucküberwachungssystem. Indirekte ABS-basierte Systeme erfüllten diese Anforderung für viele Automobilhersteller.
Dieser Ansatz ist in Serienfahrzeugen üblich. Es verwandelt eine Sicherheitsfunktion zur Unfallvermeidung in eine Wartungswarnung bei Unterdruck. Dieselben Sensoren, die ein Schleudern verhindern, sagen Ihnen auch, dass Ihre Reifen Luft benötigen.





















