Elektrofahrzeuge erfreuen sich in der gesamten Branche großer Beliebtheit. Verluste in Milliardenhöhe. Abgebrochene Projekte. Schweigen. Mercedes-AMG weigert sich jedoch, aufzuhören.
Sie haben gerade eine völlig neue elektrische Sportlimousine vorgestellt.
Der 2027 Mercedes-AMP GT 4-Türer.
Er ist auf Geschwindigkeit, Lärm und direkte Aggressivität gegenüber dem Porsche Taycan ausgelegt. Die meisten Marken reduzieren ihre EV-Einsätze. AMG verdoppelt sich. Sie stellen eine neue AMG.EA-Plattform vor, die von Grund auf für Hochleistungsfahren konzipiert ist.
Das Motorproblem (gelöst)
Vergessen Sie herkömmliche Radialflussmotoren. Der GT verwendet drei Axialfluss-Elektromotoren.
Warum ist es wichtig? Die Magnetfelder verlaufen parallel zur Achse, nicht im rechten Winkel. Dieses Design ist kürzer, leichter und wahnsinnig kompakt. Der Frontmotor ist nur 3,5 Zoll dick. Die beiden Heckmotoren sitzen separat hinter jedem Rad.
Separate Heckmotoren sorgen für eine unglaubliche Drehmomentverteilung.
- Vorne: 176 Pfund, einstufiges Stirnradgetriebe.
- Hinten: 309 Pfund kombiniertes, einstufiges Planetengetriebe.
AMG behält die heckorientierte Identität der Marke bei. Die Heckmotoren übernehmen die schwere Arbeit.
Die Spezifikationen sind brutal:
- GT55: 805 PS. 1.328 lb-ft Drehmoment. 0-60 in 2,4 Sekunden.
- GT63: 1.153 PS. 1.475 lb-ft Drehmoment. 0-60 in 2 Sekunden.
Zwei Sekunden bis 60. Das ist Supersportwagen-Territorium. Der GT63 könnte sogar den Rekord des Taycan Turbo S brechen.
Der Frontmotor schaltet sich nur für Traktion oder maximale Leistung ein.
Batterietechnik aus der F1
Der Antriebsstrang sitzt in einem kastenförmigen, strukturellen Aluminiumgehäuse. Innen? 2660 zylindrische Nickel-Kobalt-Mangan-Aluminium-Zellen.
Dies sind die längsten zylindrischen Zellen, die AMG verwendet hat. 105 mm lang.
Der wahre Trick ist die Kühlung. Die Formel-1-Technik hat bei der Entwicklung mitgeholfen. Ein zentraler Dorn trägt nicht leitendes Öl. Es fließt von innen nach außen in die Batteriemodule.
- Öl tritt heiß ein.
- Es fließt nach außen zu den äußeren Zellen.
- Die Durchgänge werden nach außen hin breiter.
Warum?
Um eine gleichmäßige Kühlung zu gewährleisten. Wenn eine Zelle heißer wird, sinkt die Leistungsgrenze des gesamten Pakets. Die äußeren Zellen sind einer größeren Oberfläche ausgesetzt, um das wärmere Öl auszugleichen, das aus der Mitte zurückfließt. Dieses Öl trifft dann auf einen Öl-Wasser-Wärmetauscher, der 20 Kilowatt Wärme abgibt.
Das Ergebnis ist eine 106-kWh-Batterie. Es wird mit einem 800-Volt-System betrieben.
- Ladeleistung: Über 600 kW.
- Zeit 10 % bis 80 %: 11 Minuten.
Das ist schnell. Wirklich schnell. Wenn die Ladeinfrastruktur tatsächlich mit der Hardware mithalten kann. Die Reichweite liegt laut EPA-Schätzungen bei 300+ Meilen (WLTP gibt 470 Meilen an).
Klang. Viel Sound.
Es ist ein Elektrofahrzeug. Es braucht also kein Ton. Aber AMG entschied, dass ihm etwas fehlt, ohne das Grollen des Verbrennungsmotors.
Wechseln Sie in den AMGFORCE Sport+-Modus.
Es werden nicht nur Geräusche aus den Lautsprechern wiedergegeben. Die Sitze haben „Shaker“.
In die Polsterung eingebaute physikalische Wandler simulieren die Vibration eines V-8-Motors. Wenn Sie die Schaltwippen betätigen (natürlich simulierte Gänge), wird der Ton synchronisiert. Es ist unheimlich, wie real es klingt. Ein niedriger Leerlauf. Ein knackiger Druck auf den Gashebel.
Subtilität ist nicht das Ziel. Es ist Theater.
Aerodynamik und Fahrverhalten
Der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei glatten 0,22.
Mit zunehmender Geschwindigkeit wird es jedoch komplexer.
- > 50 Meilen pro Stunde: Aktiver Heckspoiler fährt aus.
- > 75 Meilen pro Stunde: Unterbodenelemente sorgen für Abtrieb.
- Option: Der Aerokinetics-Heckdiffusor ragt 8 Zoll aus der hinteren Stoßstange heraus.
Es sieht gemein aus, wenn es unterwegs ist.
Innen ist es ein Mercedes-Interieur. Das würde man erwarten. Schöne Verarbeitung, gepolsterte Sitze, zum Fahrer hin geneigter Bildschirm. Aber hier ist der Clou. Der Rücksitz hat Beinfreiheit.
Tatsächlich nutzbarer Raum.
Wie? Das Batteriegehäuse verfügt über einen Ausschnitt für den hinteren Fußraum. Er ist höher und länger als ein Taycan. Dort hinten kann ein Erwachsener Platz finden, ohne sich eingeengt zu fühlen.
Preis und Verfügbarkeit
Mercedes hat noch keine feste Zahl genannt. Wir gehen jedoch davon aus, dass der GT55 bei etwa 150.000 US-Dollar erhältlich sein wird.
Der GT63? Erwarten Sie deutlich mehr.
Wenn Sie laute V-8-Motoren und schnelle Rundenzeiten lieben, aber auch mit der Familie auf dem Rücksitz nach Hause fahren möchten, ohne dass das Dach einbricht, dann ist das das richtige Auto.
Oder ist es nur eine sehr teure Ablenkung?






















