Im Elektrozeitalter geht es nicht nur um Tesla. Es ist die perfekte Ausrede für einen Geist, aus dem Grab aufzuerstehen. Dieser Geist ist Hispano Suiza. Die 1904 gegründete spanische Marke dominierte die Belle Époque und das frühe 20. Jahrhundert mit einigen der luxuriösesten Autos, die je gebaut wurden. Sie machten nicht vor Straßenautos halt. Ihre Flugzeugmotoren trieben Kampfflugzeuge in zwei Weltkriegen an. Jetzt bekommt dieses Erbe ein zweites Leben.
Miguel Suqué Mateu, der Urenkel des Mitbegründers Damian Mateu, steht an der Spitze. Mit der Hispano Suiza Carmen ist er wieder am Ruder. Dies ist kein Konzeptauto, das man in einem Museum sehen wird. Es ist ein elektrischer Supersportwagen mit 1.019 PS. Es ist nach der Mutter des jetzigen Chefs benannt. Das Auto sorgte auf dem Genfer Autosalon für Aufsehen, und das aus gutem Grund.
Schauen Sie sich das Styling genau an. Es ist nicht nur neues Design. Es ist eine direkte Hommage an den Hispano Suiza H6C Dubonnet Xenia von 1938. Die Kurven sind vertraut. Die Eleganz wird vererbt.
Aerodynamik und Antriebsstrangspezifikationen
Die Hinterräder sind durch Kotflügel abgedeckt. Dabei geht es nicht nur um das Aussehen. Es ist eine aggressive aerodynamische Wahl. Der Luftwiderstandsbeiwert (Cx) liegt bei 0,325. Das ist weniger als bei einem Porsche 918 Spyder. Es ist besser als ein Ferrari F12. Es übertrifft einen Koenigsegg Agera R.
Der Antrieb erfolgt über zwei Elektromotoren. Sie werden an der Hinterachse montiert. Die Gesamtleistung beträgt 750 kW. Umgerechnet sind das rund 1.019 PS. Torque Vectoring verwaltet die Leistungsabgabe. Es optimiert die Kraftübertragung auf den Boden.
Die Beschleunigung ist brutal. Von null auf 100 km/h dauert es weniger als drei Sekunden. Höchstgeschwindigkeit? Bewusst auf 250 km/h begrenzt. Warum einschränken? Wahrscheinlich wegen der Reifenbewertung oder des vorgeschriebenen Komforts. Der Akku ist ein Lithium-Ionen-Akku. Die Kapazität beträgt 80 kWh. Die Reichweite wird mit 400 Kilometern angegeben.
Gewicht ist wichtig. Das Chassis ist eine einteilige Kohlefasereinheit. Auch die Karosserieteile bestehen aus Carbon. Gesamttrockengewicht? 1.690 kg.
Begrenzte Produktion und Preise
Man kann nicht einfach eins kaufen. Die Hispano Suiza Carmen ist streng limitiert. Die Produktionszahlen sind auf 19 Einheiten festgelegt. Die Produktion läuft von Ende 2019 bis 2021.
Der Preis spiegelt die Exklusivität wider. Jede Einheit kostet 1,5 Millionen Euro. Das ist steil. Für dieses Geld bekommt man ein Stück Automobilgeschichte verpackt in moderne Elektrotechnik.
Die Tests auf öffentlichen Straßen beginnen bald. Pressefahrer werden im Oktober erste Erfahrungen mit dem Auto sammeln. Der offizielle Start ist für Juni 2020 geplant.
„Der Carmen ist nicht nur ein Auto. Er ist eine Auferstehung.“
Reichen 19, um die Flamme am Leben zu erhalten? Nur die Zeit wird zeigen, ob dieses elektrische Revival im Hintergrundgeräusch des Marktes für Luxus-Elektrofahrzeuge bestehen bleibt oder verschwindet. Eines ist sicher. Das Typenschild ist zurück. Und es geht schneller, als die meisten Menschen träumen.






















