Automobilmarketing liebt Akronyme. XWD. TCS. EBD. Wenn Sie auf dem Parkplatz eines Händlers stehen, werden Sie diese Buchstaben wahrscheinlich aus der Fassung bringen. Aber es gibt ein bestimmtes Akronym, das für die tatsächliche Fahrdynamik wichtiger ist als fast jedes andere: eLSD.
Es steht für elektronisches Sperrdifferential.
Es klingt wie ein Bissen, weil es so ist. Der Name sagt Ihnen genau, was es tut. Sie müssen nur zuerst den „D“-Teil verstehen. Ein Differential ist eine Getriebebaugruppe, die es den Rädern einer einzelnen Achse ermöglicht, sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu drehen. Das ist keine Eigenart. Es ist eine Notwendigkeit.
Denken Sie an ein Leichtathletikrennen. Die Läufer starten an versetzten Positionen. Die Person auf der äußersten Spur hat einen Vorsprung, da ihre Spur länger ist. Die Person auf der inneren Spur beginnt weiter hinten. Wenn sich alle nebeneinander aufstellen würden, hätte der innere Läufer eine kürzere Distanz zurückzulegen. Das Rennen wäre unfair.
Ein Auto, das um eine Kurve fährt, fährt im Wesentlichen auf einer Strecke. Die Räder auf der Außenseite der Kurve befinden sich auf der „äußeren Spur“. Sie müssen einen größeren Weg zurücklegen als die Räder im Inneren. Wenn die Achse beide Räder dazu zwang, mit genau der gleichen Geschwindigkeit durchzudrehen, konnte das Auto nicht reibungslos drehen. Es würde Spannung aufbauen. Die Folge wäre, dass entweder die Reifen durchdrehen oder die Antriebswelle in zwei Hälften bricht.
Die meisten Autos sind mit einem offenen Differential ausgestattet. Dies ist die Basisversion. Dadurch kann sich jedes Rad mit seiner eigenen Geschwindigkeit drehen. Es verteilt das Drehmoment des Motors ungefähr zur Hälfte auf die beiden Räder. Es überträgt auch die Bewegung von der Antriebswelle auf die Achswellen, die sich im rechten Winkel schneiden. (Weitere Informationen zur Mechanik finden Sie unter Wie Differentiale funktionieren.)
Dieses Setup funktioniert gut zum Pendeln. Es schlägt fehl, wenn Sie tatsächlich schnell fahren möchten.
Ein offenes Differenzial leitet die Kraft an das Rad mit der geringsten Traktion. Ein Reifen auf Eis rutschen lassen? Da geht die Kraft hin. Ein Reifen im Schlamm durchdrehen? Da geht die Kraft hin. Das Rad mit Grip bekommt nichts. Hier kommt das „LS“ in eLSD ins Spiel.
Der nächste Abschnitt befasst sich mit der Mechanik des Sperrdifferentials und der Art und Weise, wie die Elektronik die Steuerung des Torque Vectoring übernimmt. Bleiben Sie dran für den Rest der Panne.





















